Aktuelles
Vortrag und Diskussion 24.7.
Der lange Schatten der Gewalt
Brasilien erlebte mit der Militärdiktatur (1964–1985) eine der längsten autoritären Phasen Lateinamerikas. Das gewaltsame Verschwindenlassen war in dieser Zeit ein zentrales Instrument staatlicher Repression gegen politische Gegner:innen. Trotz späterer Aufarbeitung bleiben viele Fälle ungeklärt und zahlreiche Schicksale undokumentiert. Auch nach dem Ende der Diktatur ist das Verschwindenlassen in Brasilien Teil einer andauernden Realität.
Workshop 24.-25.7.
Wie grün wird Berlin nach dem Baumentscheid-Erfolg?
Im November 2025 beschloss das Berliner Abgeordnetenhaus das BäumePlus-Gesetz: Bis 2040 will die Stadt nun eine Million Straßenbäume pflanzen, eintausend Miniparks anlegen, jeden gefällten Baum durch drei neue ersetzen und vieles mehr. Und jetzt - wann folgt die Umsetzung? Wer darf mitbestimmen und mitmachen? Wir ordnen das Gesetz ein in den großen Zusammenhang von Klimakrise und Lösungen, von Emissions-Reduktion bis CO2-Entzug aus der Atmosphäre.
Workshop 29.8.
Nein heißt Nein
Sexismus, sexualisierte Belästigung und Grenzüberschreitungen sind miteinander verwoben und folgen ähnlichen Dynamiken. In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit den dahinterliegenden Mythen, deren Dekonstruktion und möglichen Handlungsoptionen sowie Stärkungen. Der Workshop richtet sich ausschließlich an FLINTA*-Personen.
Stadtspaziergang 30.8.
Arbeiter*innenkultur in Kreuzberg
Auf dem Stadtspaziergang schauen wir uns an, wie Arbeiterinnen und Arbeiter Kreuzberg gestaltet und aufgebaut haben, wie sie dort gelebt und überlebt, gefeiert und für ihre Rechte gestritten haben und wie sie dies heute tun. Der Bogen spannt sich vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in unsere Tage.
Antimafia-Seminar in Berlin | Sergio Mattarella, Leoluca Orlando, mafianeindanke
Antimafia-Seminar in Berlin | Sergio Mattarella, Leoluca Orlando, mafianeindanke - mafianeindanke e.V. (mafianeindanke e.V.)
Fachtagung: Femizide stoppen? "Wie weiter? Wie der Staat Frauen besser schützen könnte - und warum das noch so wenig geschieht"
Fachtagung: Femizide stoppen? - Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Nachgefragt - Gespräche mit unseren Auslandsbüros
In dem Format treffen wir uns in regelmäßigen Abständen mit den Leitungen (oder Mitarbeitenden) der Auslandsbüros der Heinrich-Böll-Stiftung, um mit Ihnen auf aktuelle Entwicklungen im jeweiligen Land zu blicken. Als Expert*innen vor Ort ordnen sie die aktuellen Geschehnisse ein und sprechen mit uns darüber, warum die Ereignisse auch für uns von Bedeutung sind.
Shrinking Spaces – Wie die Handlungsspielräume von Zivilgesellschaften immer enger werden
Die Handlungsspielräume für Zivilgesellschaften engen sich weltweit immer weiter ein. Neben der Einschränkung von grundlegenden demokratischen Rechten wie Versammlungs-, Vereinigungs- und Meinungsäußerungsfreiheit, geraten auch NGOs und Menschenrechtsaktivist*innen immer weiter unter Druck, etwa durch die Kriminalisierung ihrer Arbeit. An Hand konkreter internationaler Beispiele soll die Systematik dieser Entrechtung dargestellt werden.
Wem gehört das Radio?
Wenn unsere Gesellschaft gerechter werden soll, muss auch die Öffentlichkeit, müssen die Medien gerechter werden. Wer spricht für wen? Worüber? Wer hört überhaupt zu und wer kann auf gleiche Weise antworten? Das sind seit jeher die großen Fragen emanzipatorischer Medienkritik. Ihre Antworten waren zu allen Zeiten medienpolitische Kämpfe und praktische Experimente.
Auch heute, 40 Jahre nach der Kommerzialisierung des Rundfunks und 30 Jahre nach der Entstehung des Internets, braucht es weiterhin andere Medienpraktiken – solche, die Kommunikation als Intervention in gesellschaftliche Verhältnisse begreifen. Die aktuellen Debatten um den rasanten Wandel gesellschaftlicher Öffentlichkeit(en) und die Zukunft des Rundfunksystems wollen wir deshalb um die Möglichkeiten und Ideale einer anderen demokratischeren Radiopraxis erweitern.
Hauptsache helfen? Warum Nothilfe hinterfragt werden sollte
Nothilfe inmitten von schweren Kriegen oder nach Naturkatastrophen: die Notwendigkeit dieser Form humanitärer Hilfe ist unstrittig. Aber wie nachhaltig ist sie? Wie viel der Hilfe kommt bei den Betroffenen an? Und welche Rolle spielen dabei globale Machtverhältnisse und Politik?
Dieser Beitrag geht im Interview mit Radwa Khaled-Ibrahim von medico International und Svenja Borgschulte von der NGO Adopt a Revolution diesen Frage nach. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Nothilfe in Syrien nach dem schweren Erdbeben im Februar 2023 gelegt.
Ein Audiobeitrag von Daniella Gaub. Finanziert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.
Das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Siftung ist als Einrichtung der Erwachsenenbildung in Berlin auf Grundlage des Gesetzes über die Erwachsenenbildung (EBiG) anerkannt. Ein Großteil unserer Veranstaltungen wird gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung.