Dossier:

COVID 19 - Internationale Perspektive, Herausforderungen und Solidaritäten

COVID 19 - Internationale Perspektive, Herausforderungen und Solidaritäten

Die COVID-19 Maßnahmen in vielen Ländern auf der ganzen Welt haben massive Einschnitte gesellschaftlicher und ökonomischer Natur mit sich gebracht. In vielen Kontexten wurden bestehende Zusammenhänge nicht nur sichtbar gemacht, sondern weiter verschärft. Schien die rasante Verbreitung von COVID-19 progressiven Linken weltweit noch zu Beginn als eine Art Weckruf und somit Chance zu sein, den zerstörerischen 24/7-Kapitalismus zu entlarven, scheint sich Monate später die Vormacht des globalen Kapitalismus unter neuen Bedingungen eingespielt zu haben. Was verändert sich durch Covid-19 tatsächlich und sind emanzipatorische Alternativen nun tatsächlich wieder ausweglos?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das vorliegende Dossier „COVID 19 - Internationale Perspektive, Herausforderungen und Solidaritäten“. Die Texte, die sich mit länderspezifischen Schwerpunkten beschäftigen, sollen hierfür die Grundlage liefern. Der länderspezifische Kontext erschließt sich über vier Themenkomplexe. Hierdurch soll eine Diskussionsgrundlage zur Verfügung gestellt werden, um die Gefahren der Krise deutlich zu machen, aber auch auf ihr utopisches Potenzial hinzuweisen.

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Armenien - Von einer Hochzeit und oppositionellen Machenschaften

Zara Harutiunian:
Die Covid-19-Pandemie erreichte Armenien mit einer gewissen Verzögerung. Der erste Fall im Land wurde am 1. März erfasst, als sich im benachbarten Iran das Gesundheitssystem bereits im Krisenmodus befand und in Europa große Aufregung herrschte. Die Grenze zum Iran war zu dem Zeitpunkt auf dem Landweg bereits unpassierbar, doch Flüge fanden weiterhin statt.

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Russland - Lockdown zwischen Europa und Asien

Ute Weinmann:
Russland liegt nach den USA, Indien und Brasilien mit rund 1,5 Millionen nachgewiesenen Fällen auf Platz vier der weltweit am stärksten von COVID-19 betroffenen Ländern. Die ersten Infektionen auf russischem Territorium wurden Ende Januar bei zwei chinesischen Staatsbürgern bestätigt.

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Iran - Gefängnis, Pandemie und Militarisierung der Gesundheitskrise

Mounes Golafshar:
Seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie ist der Iran eines der am schwersten davon betroffenen Länder weltweit nach den Vereinigten Staaten, Indien oder Brasilien.

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Georgien - Erfolgsstory mit politischen Nebenwirkungen

Alexander Bidin:
Unter allen postsowjetischen Staaten - auch im Vergleich zu europäischen Ländern - verzeichnete Georgien die größten Erfolge im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie. Zum Stichtag 11. August 2020 vermeldete das Land lediglich 17 Todesfälle und die durchschnittliche Infektionsrate lag bei 34 Fällen auf 100 000 Einwohner*innen.

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Welche Auswirkungen hat die Corona Pandemie in dem südamerikanischen Land und könnte sie das Ende der Proteste markieren?

(Spanisch mit deutschen Untertiteln)

Beiträge der Bundesstiftung:

Alle Beiträge der Heinrich-Böll-Stiftung über die politischen Folgen des Corona-Virus aus deutscher, europäischer und internationaler Perspektive.